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Wer SAP im Unternehmen nutzt, stößt unumgänglich auf einen besonderen Schlag von Menschen: SAP-Berater. Obwohl Sie stets zur Stelle sind, wenn Probleme den Business-Alltag bedrohen, haben Begegnungen mit Ihnen einen eigenartigen Beigeschmack. Aber warum eigentlich?

Vielleicht wünscht man sich eine schnellere und kostengünstigere Lösung für das Problem, empfand den Berater als unsympathisch oder gar stur. Gehen wir dem einmal genauer nach.

Die Arbeit an Software-Problemen startet für den Software-Benutzer immer aus einem negativen Gefühl der Enttäuschung heraus. Man erwartet, dass die App verlässlich funktioniert, wie man es auch beim Kühlschrank, dem Auto oder der Waschmaschine erwartet.

Software-Entwickler wiederum wissen, dass das eine Illusion ist. Vor 30 Jahren ging man in Programmierer-Kreisen sogar davon aus, dass ein Programm erst dann fehlerfrei ist, wenn jede zweite Zeile geändert wurde. Heutzutage sollte jedem Smartphone-Nutzer aufgefallen sein, dass sich selbst Handy-Apps täglich erneuern, um beispielsweise Fehler zu beheben.

Fehler und Optimierungen in der Software sind also für Software-Betreuer (nichts anderes sind ja SAP-Berater) etwas vollkommen Normales. Komplexere Systeme wie SAP waren in der Vergangenheit sowieso in der Erwartung entwickelt worden, dass sie von hochspezialisierten IT-Experten durch individuelle Anpassungen erst nutzbar gemacht werden. Der klassische SAP-Berater sieht sich demnach als Bastler und Lösungsfinder.

Dieser Hintergrund hilft Ihnen SAP-Berater besser zu verstehen, ist aber kein Freibrief ihnen alles durchgehen zu lassen. In erster Linie muss die Kommunikation stimmen. Sprechen Sie Erwartungen von Beginn an offen aus. Das bringt nicht nur mehr Transparenz in das Projekt, Ihr SAP-Berater kann auch direkt einlenken, sollten Erwartungen unter Berücksichtigung der Gegebenheiten nicht realisierbar sein. 

Manchmal sind es auch schlechte Erfahrungen und Vorurteile, die Sie negativ an das Projekt herangehen lassen. Fassen Sie sich an die eigene Nase und überlegen, welche Vorstellungen haben Sie selbst über SAP-Berater und suchen Sie nach den Experten, die zu Ihren Bedürfnissen passen.

Wir sind auf die Suche nach verbreiteten Vorurteilen gegangen. Hier nur ein kleiner Ausschnitt, der uns bereits zum Schmunzeln gebracht hat:

„SAP-Berater schaffen es, Lösungsansätze so umständlich zu erklären, dass am Ende kein Zuhörer mehr weiß, von was gesprochen wird.“

„Da arbeitet man monatelang an einem Projekt mit SAP-Beratern und am Ende hat das Ergebnis nichts mehr mit dem gewünschten SAP-Standard zu tun und man ist vollkommen abhängig geworden.“

„Das Ziel von SAP-Beratern ist es, möglichst viel Profit aus den Problemen von Unternehmen herauszuschlagen. Da wird schnell ein riesiges Fass aufgemacht, obwohl einfachere Lösungen das Unternehmen schneller ans Ziel gebracht hätten.“

Ob an den Vorurteilen etwas dran ist und wie Sie entstehen, beleuchten wir in künftigen Beiträgen. Haben auch Sie Erfahrungen mit Klischee-Beratern gemacht oder sind selbst ein SAP-Berater, der mit Vorurteilen konfrontiert ist? Dann teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit. Wir sind gespannt auf Ihre Berichte aus dem Alltag und hinterfragen gerne weitere Vorurteile für Sie.